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Restless Legs: Mehr als nur unruhige Beine?/ Patienten-Forum am Klinikum Frankfurt Höchst am 20. April
Frankfurt a.M. Die unruhigen Beine - das Restless Legs Syndrom - sind eine neurologische Erkrankung. Betroffene haben über längere Zeit ein unangenehmes Gefühl in den Beinen, das sich überwiegend abends beim Sitzen oder im Bett liegend bemerkbar macht. Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen sowie weitere Merkmale zwingen den Betroffenen, wieder aufzustehen und herumzugehen. Denn sobald man aufsteht, verschwinden die Symptome. Mögliche Folgen: erhebliche Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Depressionen, verbunden mit Einschränkungen der Lebensqualität. Vor allen im Freizeitverhalten wie etwa Kino, Oper, Theaterbesuche sind die Betroffenen durch die unruhigen Beine beeinträchtigt. In der schlimmsten Ausprägung kann sie sogar zur Isolation Betroffener führen. Auch die Partner leiden mit, weil sie im Schlaf gestört werden. Die Einnahme von Antidepressiva können die Symptome von Restless legs zudem verstärken.
„Restless legs sind auf dem besten Wege, eine Volkskrankheit zu werden“, so Prof. Dr. med. Hansjörg Schütz, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst. Rund zehn Prozent aller Frauen über 65 Jahre leiden daran sowie sechs Prozent aller Männer über 65 Jahre. „Die Ursachen für diese Erkrankung sind in den meisten Fällen völlig unklar“, so Prof. Schütz. Bekannte Risiken seien eine familiäre Vererbung, Diabetes Mellitus, Eisenmangel. Die Krankheit könne auch in jungen Jahren plötzlich auftauchen und dann wieder verschwinden, etwa bei Schwangeren, bei denen ein Vitamin B12/Folsäuremangel vorliegt. Auch nach sehr eiweißreichen Abendessen können die Syptome auftreten. Sofern sie von Dauer sind, sollte ein Arzt klären, ob es sich um das so genannte Restless Legs Syndrom handelt. Welche Therapiemöglichkeiten eingesetzt werden, hängt vom Schweregrad der Krankheit und Leidengrad der Betroffenen ab“, erklärt Prof. Schütz.
Behandlung der ersten Wahl sei die Gabe eines verschreibungspflichtigen Medikaments, das die Wirkung des Botenstoffes Dopamin im zentralen Nervensystem verstärkt. Diese Arzneimittel wurden ursprünglich für die Parkinsonsche Krankheit entwickelt und deren Wirksamkeit beim Restless Legs Syndrom in Studien nachgewiesen. Auch müsse die Behandlung der Grunderkrankung gebessert werden, wie etwa beim Eisenmangel die Gabe von Eisenpräparaten bzw. eine Ernährungsumstellung. Bei ganz starker Ausprägung der Krankheit werde mitunter sogar Morphin eingesetzt, verbunden mit einer stationären Behandlung. Unterstützung und Hilfestellungen geben auch die in diesem Bereich tätigen Selbsthilfegruppen, u.a. die Deutsche Restless Legs Vereinigung.
Patienten-Forum „Medizin höchst aktuell“ am 20. April zum Restless legs Syndrom
Um das Restless Legs Syndrom geht es auch beim nächsten Patienten-Forum „Medizin höchst aktuell“ des Klinikums Frankfurt Höchst. Unter dem Motto „Patienten fragen – Ärzte antworten“ können sich Interessierte, Betroffene und ihre Angehörigen über die Ursachen der Krankheit informieren und die Möglichkeiten der Therapie. Als Experte steht Prof. Dr. med. Hansjörg Schütz, Chefarzt der Klinik für Neurologie, den Gästen Rede und Antwort. Das Patienten-Forum mit dem Titel „Restless legs: Mehr als nur unruhige Beine?“ findet statt am Dienstag, 20. April 2010, um 19 Uhr im Klinikum Frankfurt Höchst, Gemeinschaftsraum (Hauptgebäude, 2. OG). Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst beschäftigt sich mit der allgemeinen Neurologie, d.h. mit allen in der Bevölkerung vorkommenden neurologischen Erkrankungen. Dies geht von Schlaganfällen und Rückenmarksinfarkten über entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Hirnhautenzündungen bis hin zur Parkinsonschen Erkrankung. Die Klinik verfügt über 60 Betten und eine zertifizierte überregionale Stroke unit, auf der die neuesten Behandlungsverfahren wie systematische Thrombolsye und intraarterielle Lyse-Behandlung bei Schlaganfällen durchgeführt werden. Pro Jahr werden rund 2300 Patienten hier versorgt.
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 17 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. 2.200 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Infos unter www.KlinikumFrankfurt.de.
Ansprechpartnerin für die Presse:
Petra Fleischer
Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
Unternehmenskommunikation/Sprecherin
Gotenstraße 6-8
65929 Frankfurt am Main
Tel. 069/3106-3818
E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de



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