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Projekt "Mit Migranten - Für Migranten" zum "Social Entrepreneur des Jahres 2008" ausgezeichnet
Das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover sorgt seit 2003 mit dem Projekt „Mit Migranten – Für Migranten“ im Auftrag des BKK Bundesverbandes dafür, dass Menschen mit Migrationshintergrund die Angebote des deutschen Gesundheitssystems besser kennen und nutzen können. Rund 19 Prozent der Bevölkerung Deutschlands haben einen Migrationshintergrund. Ihr Gesundheitszustand ist meist deutlich schlechter, als der von Nichtmigranten. Damit Sprachbarrieren nicht zusätzlich zur Migrationssitu-ation die Gesundheitschancen einschränken, schlagen interkulturelle Gesundheitslotsen Brücken. Themen wie Krebsfrüherkennung, Zahnprophy-laxe, AIDS oder Schwangerschaftsvorsorge sowie die Leistungen des deutschen Gesundheitssystems werden in den jeweiligen Muttersprachen erklärt.
Nun wurde das MiMi-Projekt mit dem „Social Entrepreneur des Jahres 2008“ ausgezeichnet. 50 Mitbewerber hatten sich bei der Schwab-Stiftung um den Preis für Unternehmergeist mit sozialem Engagement beworben, dessen Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel ist. „Wir freuen uns ganz besonders für Ramazan Salman und das Ethno-Medizinische Zent-rum und gratulieren einem unserer engagiertesten Projektpartner zu dieser Auszeichnung“, so Dr. Hildegard Demmer, Stellvertreterin des Vor-standes des BKK Bundesverbandes.
Seit sechs Jahren fördert der BKK Bundesverband die Integration durch Gesundheitsförderung, indem er MiMi fachlich und finanziell unterstützt. Bundesweit wurden bereits etwa 800 Gesundheitslotsen ausgebildet, die ihr Wissen in mehr als 30 Sprachen in Gemeindezentren, Sportvereinen, religiösen Einrichtungen oder Sprachschulen anbieten. Engagierte Migranten informieren ihre Landsleute und andere Interessierte muttersprachlich und auf Deutsch über Gesundheitsthemen, Prävention und Wichtiges zum Gesundheitssystem. So konnten bisher über 12.000 Migranten direkt angesprochen werden. Der Bedarf ist groß. Von Dezember 2005 bis Juni 2007 fasste das Projekt MiMi in zehn Bundesländern Fuß.
Gesundheitswegweiser in 15 Sprachen gibt es über www.bkk-promig.de
Der in 15 Sprachen erschienene Wegweiser „Gesundheit Hand in Hand. Das deutsche Gesundheitssystem - Ein Wegweiser für Migrantinnen und Migranten“ gibt einen guten Überblick über das komplizierte deutsche Ge-sundheitssystem. Der praktische Wegweiser wird auch im Rahmen des „Nationalen Aktionsplans INFORM“ des Bundesgesundheitsministeriums eingesetzt. Er kann als Buch oder als Download über die Internetseite www.bkk-promig.de kostenlos bezogen werden.
Mit Projekten zur Gesundheitsförderung mit und für Migranten leistet der BKK Bundesverband einen Beitrag zur Förderung interkultureller Kompetenz in Prävention und Gesundheitsförderung. Gute Beispiele sind u. a. neben MiMi die Initiativen „Gesundheitsthemen in Sprachkursen“, „Gesund essen mit Freude – kultursensible Koch- und Ernährungskurse“ oder „Dr. Schnupper rät“, für die Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten entwickelt und erprobt. „Mit Migranten für Migranten“ (MiMi) ist ein Schwerpunktprojekt der BKK Initiative „Mehr Gesundheit für alle“, die sich an Menschen mit besonderem Bedarf wendet. Infos und Materialien zur Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ sowie zum Projekt MiMi auch unter www.bkk.de/mehr-gesundheit-fuer-alle
Ihr Ansprechpartner: Christine Richter, BKK Bundesverband, Büro Berlin, Ebertstraße 24/Pariser Platz 6 a, 10117 Berlin, Telefon: 030 / 223 12 -0, Telefax: 030 / 223 12 -129, E-Mail: presse@bkk-bv.de, BKK Bundesverband, Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen, Internet-Adresse: www.bkk.de



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