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Online- und Computersucht: Therapeuten der Kinzigtal-Klinik chatten regelmäßig mit Betroffenen

Klinik kooperiert mit dem Verein Hilfe zur Selbsthilfe bei Onlinesucht e.V. – Bundesweit einmaliges Angebot - Nächster Termin: 17. März 2010
(EMM) Einmal im Monat ist im virtuellen Beratungsraum des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe bei Onlinesucht e.V. ein besonderer User zu Gast. Dann nämlich loggt sich einer der Therapeuten der Kinzigtal-Klinik Bad Soden-Salmünster in den Beratungsraum des Selbsthilfeportals www.onlinesucht.de ein, um die Fragen der von Online- und Computersucht Betroffenen oder deren Angehörigen zu beantworten. „Der Chat kann natürlich keine fundierte persönliche Beratung ersetzen“, betont Chefarzt Dr. Rolf Czwalinna. „Wir haben aber während der ersten beiden Termine die Erfahrung gemacht, dass wir im Chat wichtige Fragen klären und den Betroffenen Wege aus der Sucht aufzeigen können“, so der Leiter der Psychosomatischen Abteilung weiter.
Auch Gabriele Farke, Initiatorin und Betreiberin des Selbsthilfeportals, freut sich über die bundesweit einmalige Kooperation: „Auch wenn es auf den ersten Blick kurios erscheint, dass wir einen Chat für Online-Süchtige anbieten – ich bin sicher, dass dies der richtige Weg ist.“ Die Erfahrungen, die die ehemals selbst Betroffene seit rund zehn Jahren im Forum und mit den seit einem halben Jahr stattfindenden Online-Selbsthilfegruppen macht, sprächen hier für sich. „Viele betroffene oder suchtgefährdete Menschen scheuen zunächst davor zurück, sich zu ihrer Abhängigkeit zu bekennen. Wie oft höre oder lese ich, dass sie sich nie im realen Leben treffen würden“, so Farke. Gleichzeitig sei der Beratungsbedarf aber enorm, da zu wenig Informationen über die bislang durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht anerkannte Krankheit vorlägen. „Anerkannt oder nicht: Die Probleme, mit denen die Betroffenen zu kämpfen haben, sind ganz real“, bekräftigt Farke. Umso erfreulicher sei es für sie, dass sie mit den Therapeuten der Kinzigtal-Klinik Experten gewinnen konnte, die Hand in Hand mit der Selbsthilfe einen ungewöhnlichen Weg gehen, gezielte Hilfe anzubieten – und das ehrenamtlich.
Die nächsten beiden Termine für den Therapeuten-Chat sind Mittwoch, 17. März und Mittwoch, 21. April jeweils von 17 bis 18 Uhr. Der Chatroom ist kostenlos und anonym zu erreichen über www.onlinesucht.de/beratung. Durch das Wartezimmer der virtuellen Beratungspraxis gelangt man zu den jeweiligen Terminen in den „HSO-Beratungsraum“.
Pressekontakt:
Eva Mohr
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kinzigtal-Klinik
C3 Public Relations
Telefon: 0641 9483672
Fax: 0641 4941813
E-Mail: e.mohr@c3pr.de



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