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IQWiG soll "souveräner auftreten" - Professor Jürgen Windeler tritt an die Spitze des deutschen "Medizin-TÜV"
Baierbrunn - Professor Jürgen Windeler will den deutschen "Medizin-TÜV", das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), aus seiner "Buhmann- und Verteidigungsrolle" befreien. Das sagt der neue Instituts-Leiter, der zum 1. September die Nachfolge von Professor Peter Sawicki antritt, in der "Apotheken Umschau". Die schwierige Rolle des IQWiG habe mit dem rasanten Aufbau zu tun und damit, dass es schon zu Beginn seit Jahren umstrittene Themen habe anpacken müssen. Eine ganze Reihe von einflussreichen Personen und Institutionen im Gesundheitssystem hätten zudem zu wenig über die Arbeit und die Aufgaben des IQWiG gewusst. "Dieses Defizit will ich baldmöglichst beheben, auch damit das Institut etwas souveräner auftreten kann." Die Arbeitsweise des Instituts werde auch unter ihm der "evidenzbasierten Medizin" verpflichtet sein, die Therapien nach belegbaren, "nur wirklich zuverlässigen Daten aus guten Studien beurteilt", so Windeler. Dass in Zukunft vom IQWiG schnellere Arbeit verlangt wird, indem es neue Medikamente rasch nach der Marktzulassung bewerten muss, schreckt Windeler nicht: "Die Industrie muss künftig daran interessiert sein, alle Daten auf den Tisch zu legen. Das ist im Vergleich zur jetzigen Situation ein bedeutender Fortschritt."
Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2010 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
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