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    Am 16. Juni ist Tag des afrikanischen Kindes: Millionen Kinder sterben weltweit an vermeidbaren Krankheiten

    Tönisvorst/Köln - Jeden Tag sterben 24000 Kinder an vermeidbaren Krank­hei­ten. Lungenentzündung, Durchfall und Malaria sind dabei die Haupttodesursachen. Be­son­ders hoch ist die Kindersterblichkeit in Afrika. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein äthiopi­sches Kind vor seinem fünften Geburtstag stirbt, ist 30 Mal höher als bei einem Kind in Westeuropa.

    „Durch wirksame und kostengünstige Vorsorge und Behandlung kann der Tod von sechs Millionen Kindern jedes Jahr vermieden werden“, sagt Antje Mangelsdorf von „Stop Malaria Now!“, eine von medeor initiierte Kampagne. Der 16. Juni will mit dem internationalen „Tag des Afrikanischen Kindes“ an das Schicksal der Kinder im südlichen Afrika erinnern. Seit 1991 wird an diesem Datum dem Einsatz tausender afrikanischer Schüler gedacht, die 1976 in Soweto gegen ihre schlechte Ausbildung protestiert haben. Gleichzeitig soll der Tag darauf aufmerksam machen, dass grundlegende Menschenrechte wie beispielsweise das Recht auf Bildung und Gesundheit vielen Kindern in Afrika verwehrt bleiben.

    Am Beispiel von Malaria wird deutlich, welche Auswirkungen unzureichende medizinische Versorgung auf die Entwicklung eines ganzen Kontinents hat. In den meisten afrikanischen Ländern hat nur ein Bruchteil der Kinder Zugang zu lebensrettenden Medikamenten und schützenden Moskitonetzen. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation gehen in Afrika fast ein Fünftel aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren auf eine Malariaerkrankung zurück. Und das, obwohl die verheerenden Auswirkungen der Krankheit, insbesondere auf Kinder in Entwicklungsländern, durch den flächendeckenden Einsatz derzeit verfügbarer Maßnahmen entscheidend verringert werden könnten.

    Laut UN sollen bis zum Jahr 2010 alle betroffenen Kinder Zugang zu Präventions- und Behandlungsmaßnahmen haben. Die Zahl der Malariaerkrankungen soll so halbiert werden. Trotz Erfolgen in einigen afrikanischen Ländern ist man aber noch weit von diesem Ziel entfernt. „Die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft dürfen trotz Finanz- und Eurokrise nicht nachlassen“, so Mangelsdorf „um die Gesundheitssysteme weiter auszubauen und die Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten und Impfstoffen zu verstärken.“

    Die Kampagne:

    STOP MALARIA NOW! ist ein auf Initiative des deutschen Medikamentenhilfswerkes action medeor entstandener Zusammenschluss von zehn nichtstaatlichen Hilfsorganisationen aus Deutschland, Italien, Kenia, Spanien, Polen, der Schweiz und den USA. Die Kampagne will das Bewusstsein in Europa über die dramatischen Ausmaße der Armutskrankheit schärfen und deutlich machen, welche verheerenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen sie vor allem in Entwicklungsländern hat. Sie versteht ihre Arbeit als einen Teil des weltweiten Kampfes gegen Armut und zur Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen.

    Weitere Informationen: www.stopmalarianow.org

    Seit 1964 setzt sich action medeor für einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung in Afrika, Asien und Lateinamerika ein. Heute ist medeor das größte Medikamenten-Hilfswerk in Europa. Sein Ziel ist es, Gesundheit für alle Menschen zu ermöglichen.

    medeor arbeitet im Kampf gegen Malaria umfassend und nachhaltig. Mit seiner Präventionsarbeit erreicht medeor tausende von Menschen in Afrika. Ausgebildete Teams

    klären die Menschen über Malaria und mögliche Schutzmaßnahmen auf und verteilen Moskitonetze. Darüber hinaus unterstützt medeor in Afrika selbst den Anbau der Heilpflanze Artemisia annua, die Weiterverarbeitung des Rohstoffs zum zurzeit effektivsten Malariamedikament, die Verteilung dessen sowie wirksame Therapieprogramme. Weitere Informationen: www.medeor.de

    Bildunterschrift:

    Jeden Tag sterben 24000 Kinder, viele an vermeid- und behandelbaren Krankheiten. Besonders hoch ist die Kindersterblichkeit im südlichen Afrika. (Foto: action medeor)


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